Das eine einzelne Regierung
sich über den politischen Willen der Mehrheit der Weltbevölkerung
hinwegsetzt, das Völkerrecht bricht, und im Alleingang einen Krieg mit
hunderten von zivilen Opfern führt, zeugt von fehlendem Demokratieverständnis
und Willkür. Diese Entwicklung in den USA ist besorgniserregend und wenn
dieses Beispiel Schule macht, kann man abwarten, welchen Staat es dann in
Zukunft (hoffentlich nicht) trifft.
Weiterhin kann man die Tatsache, ein Land zunächst zu zerstören,
und dann mittels der dort vorhandenen Bodenschätze wieder aufzubauen,
eigentlich nur Enteignung nennen. Dies hat mit Demokratie ebenfalls nichts
zu tun.
Und noch ein Zitat:
"Dasjenige, was ein ewiges Friedensideal ist, das wird niemals durch
ein
Tröpfchen Blut erreicht, das hervorgerufen worden ist durch ein
Kriegsinstrument. Das muß auf ganz andere Weise in die Welt gesetzt
werden!
Und sei es wer immer, der da sagt, er kämpfe für den Frieden und
müsse
deshalb Krieg führen, Krieg bis zur Vernichtung des Gegners, um Frieden
zu
haben, der lügt, wenn er sich dessen auch nicht bewußt ist, wer
er auch immer
sein möge."
Rudolf Steiner: Vortrag, Dornach, 18. Dezember 1916.
Wirtschaft
Mit einem Boykott die Richtigen zu treffen ist sicherlich schwierig und diese
Frage möge sich jeder daher, wie in dieser Seite angegeben, für
sich selbst überlegen. Der Entschluss zum Boykott ist unsere persönliche
Entscheidung, öffentlich gemacht. Es geht uns darum, ein Zeichen
zu setzten, mit dem man Einfuß auf die US-amerikanische Meinung und
damit die US-amerikanische Regierung nimmt. Dies ist kein Boykott des amerikanischen
Volkes, sondern der Versuch, dort Einfluss zu nehmen, wo die Entscheidungsträger
dieses Krieges sitzen - in der Wirtschaft.
Jeden Tag werden in Deutschland eine Vielzahl von Arbeitsplätzen abgebaut, auch ohne Boykott, die insbesondere von den multinationalen Konzernen in Länder mit kostengünstigeren Bedingungen verlegt werden, eine Kette ohne absehbares Ende. Auch einem Mittelstand bleibt in Folge keine andere Wahl. Es ist daher sicherlich die Überlegung wert, ob durch Förderung kleinerer Unternehmen im Rahmen eines europäischen Binnenmarktes nicht langfristig Arbeitsplätze gesichert werden können, wenn man dem Diktat der Großkonzerne ausweicht. Auch hier hat jeder selber als Verbraucher die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen.
Zudem sind die Gründe des Irak-Krieges in hohem Maße wirtschaftlicher Natur. Bei der extremen Verschuldung der USA wird eine Fortsetzung dieser Politik auf Dauer alle weltwirtschaftlichen Bezüge gefährden. Diese Verschuldungsspirale wirkt sich jetzt schon auf alle Länder der Erde aus, und läßt sich kaum noch aufhalten. Dies hinzunehmen, ist eine Möglichkeit, Alternativen zu suchen, die Andere.
Medien
Der Krieg ist auch ein Medienkrieg, viele Informationen auf beiden Seiten
versuchen zu manipulieren. Aus diesem Grunde haben wir eine Liste von Informationen
zusammengestellt, die aus den unterschiedlichsten Quellen und politischen
Ausrichtungen zusammengestellt sind, und Hintergründe zu der Entwicklung
im Irak aufzeigen. Eins ist sicherlich allen Quellen gemein, sie sind eindeutig
gegen einen Krieg - und dies ist auch unsere Meinung.
Viele Beiträge im Forum zeugen von einer unreflektierten Haltung zu den Hintergründen des Irak Krieges und der Intention dieser Seite. Deshalb noch einmal abschließend:
Dies ist keine Agitation, sondern unsere persönliche Meinungsäußerung auf dem Hintergrund der zur Verfügung gestellten Informationen. Unser Ziel ist die Veränderung der Machtverhältnisse in Amerika und die Rückkehr zum gemeinsamen Dialog in einer Staatengemeinschaft unter dem Dach der UNO.