Diktatur
Saddam Hussein ist ohne Frage ein Diktator mit einem blutigem Regime und es besteht kein Zweifel, dass alle Möglichkeiten genutzt werden sollten, im Irak einen menschenwürdige demokratische Regierung zu etablieren. Das dies nicht ohne Waffenpräsens möglich ist, steht ebenfalls außer Frage. Das Instrument dazu ist die UNO und der internationale Gerichtshof, die Erfolge bis zum Einmarsch in den Irak waren mehr als vielversprechend.

Das eine einzelne Regierung sich über den politischen Willen der Mehrheit der Weltbevölkerung hinwegsetzt, das Völkerrecht bricht, und im Alleingang einen Krieg mit hunderten von zivilen Opfern führt, zeugt von fehlendem Demokratieverständnis und Willkür. Diese Entwicklung in den USA ist besorgniserregend und wenn dieses Beispiel Schule macht, kann man abwarten, welchen Staat es dann in Zukunft (hoffentlich nicht) trifft.
Weiterhin kann man die Tatsache, ein Land zunächst zu zerstören, und dann mittels der dort vorhandenen Bodenschätze wieder aufzubauen, eigentlich nur Enteignung nennen. Dies hat mit Demokratie ebenfalls nichts zu tun.

Und noch ein Zitat:
"Dasjenige, was ein ewiges Friedensideal ist, das wird niemals durch ein
Tröpfchen Blut erreicht, das hervorgerufen worden ist durch ein
Kriegsinstrument. Das muß auf ganz andere Weise in die Welt gesetzt werden!
Und sei es wer immer, der da sagt, er kämpfe für den Frieden und müsse
deshalb Krieg führen, Krieg bis zur Vernichtung des Gegners, um Frieden zu
haben, der lügt, wenn er sich dessen auch nicht bewußt ist, wer er auch immer
sein möge."
Rudolf Steiner: Vortrag, Dornach, 18. Dezember 1916.

Wirtschaft
Mit einem Boykott die Richtigen zu treffen ist sicherlich schwierig und diese Frage möge sich jeder daher, wie in dieser Seite angegeben, für sich selbst überlegen. Der Entschluss zum Boykott ist unsere persönliche Entscheidung, öffentlich gemacht. Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzten, mit dem man Einfuß auf die US-amerikanische Meinung und damit die US-amerikanische Regierung nimmt. Dies ist kein Boykott des amerikanischen Volkes, sondern der Versuch, dort Einfluss zu nehmen, wo die Entscheidungsträger dieses Krieges sitzen - in der Wirtschaft.

Jeden Tag werden in Deutschland eine Vielzahl von Arbeitsplätzen abgebaut, auch ohne Boykott, die insbesondere von den multinationalen Konzernen in Länder mit kostengünstigeren Bedingungen verlegt werden, eine Kette ohne absehbares Ende. Auch einem Mittelstand bleibt in Folge keine andere Wahl. Es ist daher sicherlich die Überlegung wert, ob durch Förderung kleinerer Unternehmen im Rahmen eines europäischen Binnenmarktes nicht langfristig Arbeitsplätze gesichert werden können, wenn man dem Diktat der Großkonzerne ausweicht. Auch hier hat jeder selber als Verbraucher die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen.

Zudem sind die Gründe des Irak-Krieges in hohem Maße wirtschaftlicher Natur. Bei der extremen Verschuldung der USA wird eine Fortsetzung dieser Politik auf Dauer alle weltwirtschaftlichen Bezüge gefährden. Diese Verschuldungsspirale wirkt sich jetzt schon auf alle Länder der Erde aus, und läßt sich kaum noch aufhalten. Dies hinzunehmen, ist eine Möglichkeit, Alternativen zu suchen, die Andere.

Medien
Der Krieg ist auch ein Medienkrieg, viele Informationen auf beiden Seiten versuchen zu manipulieren. Aus diesem Grunde haben wir eine Liste von Informationen zusammengestellt, die aus den unterschiedlichsten Quellen und politischen Ausrichtungen zusammengestellt sind, und Hintergründe zu der Entwicklung im Irak aufzeigen. Eins ist sicherlich allen Quellen gemein, sie sind eindeutig gegen einen Krieg - und dies ist auch unsere Meinung.

Viele Beiträge im Forum zeugen von einer unreflektierten Haltung zu den Hintergründen des Irak Krieges und der Intention dieser Seite. Deshalb noch einmal abschließend:

Dies ist keine Agitation, sondern unsere persönliche Meinungsäußerung auf dem Hintergrund der zur Verfügung gestellten Informationen. Unser Ziel ist die Veränderung der Machtverhältnisse in Amerika und die Rückkehr zum gemeinsamen Dialog in einer Staatengemeinschaft unter dem Dach der UNO.